Hochzeitsfotografie

Hochzeitsfotografie

Wertvolle Infos und Tipps rund um das Thema Hochzeitsfotos.

Die Fotografie-Expertin Alex von Weirich Fotografie

Ich war sofort hin und weg von Alex‘ wunderschönen Fotos, weswegen ich sie unbedingt für The Eco Wedding gewinnen wollte. Auf ihrem Instagram Account erkennt ihr sofort, dass Alex ein Profi ist und weiß was sie tut. Gemeinsam mit Alex habe ich euch die folgenden Tipps und Infos rund um eure Hochzeitsfotos zusammengestellt. 

Website: www.weirich-fotografie.com
Instagram: @weirich-fotografie

1. Die Shootingarten - über Reportagefotografie und Co

Wenn es um die Hochzeitsfotografie geht, gilt es verschiedene Arten der Fotos zu unterscheiden. Entsprechend dieser Arten werden unterschiedliche Fähigkeiten von den Fotografen gefordert. Bei einer Reportage beispielsweise benötigt der Fotograf ein sehr gutes Auge für die Situation, Stimmung und Motive. Beim Couple Shooting geht es viel mehr darum die Paare anzuleiten und die künstliche Situation natürlich wirken zu lassen. Im Folgenden findet ihr alle Shootingarten, die ihr im Rahmen eurer Hochzeit buchen könnt.


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Engagement Shooting
Das Verlobungsshooting findet noch vor der Hochzeit statt und bietet sich super zum Kennenlernen von Hochzeitsfotograf und Brautpaar an. Die Fotos, die daraus entstehen, werden oft für die Einladung verwendet. Solch ein Shooting dauert in der Regel 1-1,5 Stunden und ist manchmal sogar im Paketpreis für eine komplette Hochzeitsreportage inklusive

// Getting Ready
Das Getting Ready ist oft Bestandteil einer kompletten Hochzeitsreportage. Damit ist das Dokumentieren des Fertigmachens von Braut und Bräutigam am Hochzeitsmorgen gemeint. Meist sind auch die Eltern, Trauzeugen und Brautjungfern dabei. Die Intimität im Kreis der Liebsten, die Aufregung und Vorfreude erzeugen eine ganz besondere Stimmung, die immer öfter durch einen Fotografen eingefangen wird.

// Detailfotos
Brautpaare die großen wert auf die Location, Deko und Hochzeitspapeterie legen, lassen diese oftmals von einem Fotografen in einem Detailshoot festhalten. Meist ohne Personen und als Nahaufnahmen.

// First Look
Der Moment, in dem sich das Brautpaar das erste Mal sieht, ist einmalig.
Emotionen pur, nicht selten laufen hier die Tränen. Auch das möchten Braupaare immer öfter durch einen professionellen Hochzeitsfotografen einfangen lassen. 

// Trauung und Trauzeremonie
Die meisten Brautpaare, die einen Hochzeitsfotograf engagieren, lassen sich ganz klassisch bei der Trauzeremonie begleiten.
Aber auch die Trauung im Standesamt wird oft durch einen professionellen Hochzeitsfotografen begleitet. 

// Gruppenfotos
Ein Gruppenbild mit der Hochzeitsgesellschaft ist quasi ein Must Have. Wer den Fotograf „nur“ für die Trauung bucht, sollte im Anschluss daran an ein Gruppenfoto denken.

// Couple Shooting
Das Couple Shooting ist im Rahmen einer Hochzeit ein kleines Shooting von ca. 30 – 60 Minuten in Hochzeitskleidung. Wer an der Hochzeit keine Zeit dafür einplanen möchte, kann das auch im Nachhinein machen.

// Reportage
Bei der Reportagefotografie begleitet der Fotograf die Hochzeit eher unbemerkt. Er kann dadurch die Situationen so einfangen, wie sie sind. Ohne sie zu steuern oder die Gäste zu animieren. Dadurch entstehen Fotos, die wunderschön natürlich und emotional sind. Je nach Buchungszeitraum können alle Programmpunkte eurer Hochzeit eingefangen werden und der Fotograf hat somit außerdem mehr Zeit Fotos von euren Gästen zu machen.   

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2. Auf was ihr bei eurem Hochzeitsfotografen achten solltet

// Spezialisierung des Fotografen
Überlegt euch, ob ihr gestellte Fotos wie beim Couple Shooting oder die komplette Hochzeit als Reportage fotografieren lassen wollt. Achtet bei eurem Fotografen darauf, dass er Erfahrung in diesem Bereich hat. Wie gesagt, ist das teilweise eine ganz andere Art von Fotografie. 

// Stil des Fotografen
Achtet auch darauf, ob der Stil des Fotografen euch zusagt. Schaut euch auf der Website oder auf den Social Media Kanälen die Emotionen, Posen, Art der Bearbeitung und Farbfilter an. 

// Komplette Fotostrecken bewerten
Lasst euch von den Fotografen immer komplette Fotostrecken zeigen. Ihr wollt ja nicht nur ein gutes Foto, sondern viele. Die Best Shot Sammlung auf Instagram kann schon mal täuschen. 

// Sympathie des Fotografen
Achtet auf euer Bauchgefühl. Der Fotograf sollte euch unbedingt sympathisch sein. Sollte das nicht der Fall sein, wird man das später auf den Fotos auch sehen. 

// Zusatzleistungen
Manche Fotografen bieten teilweise kostenlose Zusatzleistungen an, die nicht nur euer Budget schonen, sondern auch einiges an Aufwand ersparen. 

    • Engagement Shooting
    • Erstellung der Dankeskarte
    • Erstellung eines Fotobuches
    • Onlinedatenbank für alle Gäste zum Downloaden eurer Fotos 
    • Wedding Guide mit wertvollen Tipps
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3. Welche Infos eine optimale Anfrage enthält und wie es danach weiter geht

Fragt euren Wunschfotografen am besten direkt zu Beginn der Hochzeitsplanung an. Gefragte Fotografen sind in der Hauptsaison (April – Oktober) oft bereits ein Jahr oder länger im Voraus ausgebucht. 

Damit ihr auch das Thema Hochzeitsfotografie möglichst effizient planen könnt und dafür mehr Zeit für die wirklich schönen Dinge im Leben habt, habe ich euch zusammen mit Alex die ideale Anfrage mit allen relevanten Informationen als Vorlage erstellt.

Die Schritte nach der Anfrage

  1. Fotografen anfragen
  2. Angebote prüfen und ggf. Fotografen aussortieren
  3. Persönliches Kennenlernen 
  4. Vertrag unterzeichnen u. ggf. Anzahlung zur Terminreservierung leisten
  5. Finale Informationen an Fotograf vermitteln
    1. Finale Agenda inkl. Zeiten
    2. Kontaktpersonen vor Ort
    3. Adressen
    4. Liste von Personen (ggf. inkl. Fotos), die auf jeden Fall fotografiert werden sollen
  6. Hochzeit
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4. Wie viel ein Hochzeitsfotograf kostet und auf was ihr beim Vertrag achten solltet

DIE KOSTEN. Das lässt sich pauschal natürlich nicht pauschal sagen. Das kommt unter anderem auf den Wochentag, die Saison, Erfahrung und die Nachfrage an.  Als ganz groben Richtwert kann man aber folgendes hernehmen: 

Bei einer Einsatzzeit von 1-3 Stunden vor Ort (z.B. Standesamt oder Trauung): ca. 450 €
Bei einer Reportage mit ca. 8 Stunden Einsatzzeit vor Ort: ca. 2.000 €

 

ZUM VERTRAG. Spätestens bei der Vertragsgestaltung solltet ihr folgende Punkte mit eurem Hochzeitsfotografen besprechen.

  • Datum bzw. Daten
  • Zeitraum bzw. Zeiträume
  • Locations inkl. Adressen
  • gewünschte Leistungen
  • Kosten (inkl. Fahrt- u. Übernachtungskosten)
  • Anzahl der (bearbeiteten) Fotos
  • Bearbeitungsdauer
  • Auflösung der Fotos
  • Wasserzeichen/ Logo auf den Fotos
  • Ankunft des Fotografen am Hochzeitstag
  • Dresscode
  • Nutzungsrechte
  • Kündigungsbedingungen
  • Zahlungsbedingungen

Kleiner Exkurs: Das Recht am eigenen Bild, Urheberrecht und Nutzungsrecht

Das Recht am eigenen Bild besagt, das keiner ein Bild ohne Erlaubnis der abgebildeten Person veröffentlichen darf. Folglich darf euer Hochzeitsfotograf ohne eure Erlaubnis keine Bilder von euch oder euren Gästen auf seiner Website oder seinen Social Media Kanälen posten. 

Das Urheberrecht an Fotos hat immer der Fotograf. Dadurch darf er entscheiden, was mit seinen Werken passiert. Er könnte euch also theoretisch untersagen, seine Fotos z.B. auf der Dankeskarte zu nutzen. Theoretisch. Das wird aber kein Hochzeitsfotograf machen. 

Wenn ihr trotzdem sicher gehen wollt, holt euch mithilfe des Vertrages das Nutzungsrecht an den Fotos. Aber Achtung: damit habt ihr nicht automatisch das Recht die Fotos an andere Dienstleister zu schicken. Das solltet ihr bei Bedarf mit dem Fotografen vorher abstimmen. 

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5. Tipps für die perfekten Hochzeitsfotos (Couple Shooting)

// Überlegt euch, wann ihr das Couple Shooting machen wollt 
Direkt an der Hochzeit oder an einem separaten Tag? An einem separaten Tag habt ihr dafür vermutlich mehr Zeit und Ruhe, bedenkt aber die Zusatzkosten für Hair and Make-up. Außerdem sind die Emotionen während der Hochzeit am intensivsten, was man vermutlich auch auf den Fotos sehen wird.  

// Plant Zeit für das Shooting ein
Falls das Shooting während der Hochzeit stattfinden soll, plant von Anfang an ausreichend Zeit (30 – 60 Minuten) in der Agenda ein. Im Idealfall in den Abendstunden, wenn die Sonne nicht mehr so intensiv ist. Besprecht das aber am besten im Vorfeld mit dem Fotografen.

// Schminkt euch wie immer
Ihr sollt euch während eurer Hochzeit wohlfühlen. Deswegen gilt die oberste Devise: verstellt und verkleidet euch nicht. Auch wenn die Kamera etwas Schminke schluckt, betont sie gleichzeitig eure Unsicherheit, wenn ihr euch nicht wohlfühlt. 

// Achtet auf Sonnenabdrücke
Falls ihr vermeiden wollt, dass ihr Abdrücke von der Sonne auf euren Fotos habt, solltet ihr vor der Hochzeit auf ausgiebiges Sonnenbaden verzichten. Zumindest mit Kleidung, die Abdrücke an sichtbaren Stellen zur Folge haben kann.

// Lasst euch inspirieren
Lasst euch im Vorfeld ruhig auf Instagram oder Pinterest inspirieren. Bleibt aber offen für die Ideen des Fotografen und haltet nicht zu sehr an den Vorstellungen fest, denn Fotos kann man nie zu 100 % nachstellen. 

6. Hochzeitsfotos meets Nachhaltigkeit

1.

Anfahrtsweg des Fotografen möglichst gering halten

2.

Fotos nachhaltig auf nachhaltiges Papier drucken lassen

3.

Drucke generell
vermeiden

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